Blick nach vorn und mehr Regionalität ins Regal bringen – pro agro auf der Grünen Woche

Datum: 14. Januar 2026

Berlin/Schönwalde-Glien – In den letzten Wochen erschütterten Meldungen zu Schlachthof- und Betriebsstättenschließungen das Land und die Branche. Die Grüne Woche ist dadurch erst recht ein wichtiges Betätigungsfeld, um gegenzusteuern und den Blick auf die regionale Ernährungswirtschaft zu lenken und zu stärken. Nachfolgend ein Überblick zu den Aktivitäten des Brandenburger Agrarmarketingverbandes pro agro.

Der Verband pro agro vertritt circa 430 Mitglieder der lebensmittelproduzierenden Land- und Ernährungswirtschaft sowie des Natur- und Landtourismus und nutzt die Grüne Woche, um mit vielfältigen Aktionen regionale Produkte auf den Teller oder ins Handelsregal und somit an Frau und Mann zu bringen sowie für Ausflüge und Urlaub auf dem Lande zu werben.

Der pro agro – Marketingpreis:
Traditionell ist der Eröffnungstag der Grünen Woche in der Brandenburghalle 21a auch „pro agro – Tag“. Gleich am 16. Januar stehen die Gewinner des pro agro – Marketingspreises 2026 sowie des EDEKA Regionalpreises 2026 und eines Sonderpreises Landtourismus im Rampenlicht und erhalten ihre Auszeichnungen durch Ministerin Hanka Mittelstädt, pro agro-Vorstandsvorsitzende Dorothee Berger und Geschäftsführer Kai Rückewold. Doch das stellt nur den Auftakt für die weiteren Vernetzungs- und Vermarktungsaktivitäten für die Branchen an den 10 Messetagen dar.

Fachbesucherrundgänge – Gespräche anbahnen und im Gespräch bleiben – für mehr regionale Marktanteile:
Kenntnis voneinander, die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch und das Wissen um die jeweiligen Möglichkeiten sind Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Produzenten, dem Handel und weiteren Absatzpartnern. Eine zentrale Aufgabe des Verbandes pro agro während der Grünen Woche ist es daher, Hersteller regionaler Lebensmittel mit Entscheidern und Einkäufern des Lebensmittelhandels und der Gastronomie zusammenzubringen. So sind für den gesamten Zeitraum der Messe 12 Rundgänge mit Fachpublikum organisiert.

Über den gesamten Messezeitraum verteilt werden Rundgänge mit weit über 600 Vertretern aus Handel, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Direktvermarktung durchgeführt – zum Teil bereits schon vor offiziellem Messebeginn.

Hierfür wurde in den Vorwochen intensiver Austausch mit Partnern wie Edeka, Rewe, Kaufland oder Picnic und Brandenburger Gastronomen betrieben. Für die Zeit der morgendlichen Rundgänge mit großen Delegationen wird eine Vielzahl von Produzenten zusätzlich in der Halle sonderplatziert. Zwei exklusive Stunden vor offiziellem Messebeginn stehen dann Ausstellern und Entscheidern miteinander zur Verfügung, um bestehende Partnerschaften zu intensivieren oder zukünftige anzubahnen.

Kristin Mäurer, Fachbereichsleiterin Agrar- und Ernährungswirtschaft beim Verband pro agro: „Die von uns organisierten Rundgänge decken in ihrer Ausrichtung gemäß unseres aktuellen Branchenbarometers für 79% der befragten Unternehmen der Brandenburger Ernährungswirtschaft die umsatzstärksten Absatzkanäle ab. Diese sind der Lebenseinzelhandel, Großhandel- und Gemeinschaftsverpflegung sowie die Gastronomie und Onlinesupermärkte.“ und ergänzt „Für die verbliebenen 21% ist die Direktvermarktung der umsatzstärkste Absatzkanal und für diese werben wir an unserem Stand mit entsprechenden Publikationen und Infos zum Thema Hofläden und Einkaufen beim Bauern.“

Handelsrundgänge Grüne Woche – Archivbild 2024

Branchengespräche für Vernetzung und Austausch – Marktentwicklung, Bürokratie, und Kaufzurückhaltung sind  Themen:
Traditionell ist die Grüne Woche auch Plattform für Netzwerkveranstaltungen der Branche. Hier unterstützt der Verband pro agro bei der Organisation. So findet am Montag (19.01.) eine Austauschveranstaltung des Fleischerhandwerks und des fleischverarbeitenden Gewerbes aus Brandenburg-Berlin statt. Bei dieser werden die aktuellen, strukturellen Entwicklungen, Bedarfe aber auch Erfolge und innovative Ansätze der Fleischer und Verarbeiter diskutiert. Am Mittwoch (21.01.) präsentieren sich die Brandenburger Klein- und Gasthausbrauereien im Rahmen eines erstmals auf der Grünen Woche stattfindenden Netzwerktreffens, um sich und ihre Angebote der Presse, Politik und anderen Verbänden vorzustellen sowie über faire Rahmenbedingungen für kleinere Betriebe, regionale Kooperationen und nachhaltiger Entwicklunsprojekte zu beraten und auf das Potential zur Förderung regionaler Identität durch regionale Produkte hinzuweisen.

Am Abend des 21.01. feiert der Abend der Brandenburger Ernährungswirtschaft mit 150 Teilnehmern aus Ernährungswirtschaft Handel und Politikauf der Grünen Woche seine Premiere.

Im hundertsten Jahr der Grünen Woche, welches auch das 33. Jahr der Brandenburg-Halle ist, liegt der Fokus dieses Abends auch auf der Wertschätzung der unternehmerischen Leistung der Brandenburger Ernährungswirtschaft der vergangenen Dekaden.

Auch bei diesem Abend geht es ums besser Kennenlernen, um Kontaktanbahnung und Kooperationen sowie darum gemeinsam Verbindungen zu schaffen, um den Herausforderungen der Zeit koordiniert und effizient begegnen zu können.

Im Rahmen dieses Abends wird auch ein Pionier und Protagonist der Brandenburger Ernährungswirtschaft für sein Jahrzehnte langes, beständiges Wirken im Rahmen einer Preisverleihung geehrt.

Brandenburger Kochstudio:
Traditioneller Besuchermagnet der Grünen Woche ist auch das Brandenburger Kochstudio, das an jedem Messetag zu kulinarischen Reisen durch das Land Brandenburg einlädt. pro agro organisiert und betreibt das Kochstudio im Auftrag des Ernährungswirtschaftsministeriums.

Spitzenköche der Landgastronomie aus den Regionen Brandenburgs wirbeln durch die offene Showküche, verraten Lieblingsrezepte mit regionalen Zutaten und werben für Ausflüge in die Region ihrer Gasthäuser.  Das Booklet „Rezepte aus der Märkischen Küche“ stellt die Kreationen aller mitwirkenden Brandenburger Köche sowie deren Häuser vor. Auch dies ein Beitrag zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten.

Brandenburger Kochstudio Grüne Woche 2025

Landtourismus und Veranstaltungen:
Am pro agro – Infostand erhalten die Messebesucher umfangreiche Informationen zu Landtourismus, Einkaufsmöglichkeiten bei Direktvermarktern, Hofläden und zu natur- und landtouristischen Angeboten. Die Mitarbeiter des Verbandes stehen auch für ganz persönliche Fragen und Einkaufs- und Ausflugstipps zur Verfügung. Und auch erste Fragen zur Brandenburger Landpartie 2026 und dem Brandenburger Dorf- und Erntefest 2026 werden beantwortet. Ganz neu und druckfrisch bietet der Verband zur Grünen Woche erstmals auch eine Publikation zum Thema Stellplätze auf Bauernhöfen den Freundinnen und Freunden des Wohnmobilreisens. Das Pferdeland Brandenburg wird darüber hinaus erstmals auch mit einem eigenen Stand in der Tierhalle (Halle 25) in Kooperation mit verschiedenen Praxispartnern präsentiert.

Hintergrundinfo zum Verband pro agro:
pro agro ist der Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin. Seit 1992 gilt sein Engagement den Branchen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Land- und Naturtourismus. Dem Verband gehören Unternehmen, Vereine, Verbände aus dem Bereich des Land-und Naturtourismus, unter anderem Landgasthöfe und Pferdehöfe sowie aus der Agrar- und Ernährungswirtschaft, einschließlich der Direktvermarktung an. Der Verband pro agro vertritt das Gesamtinteresse aller Akteure des ländlichen Raumes der Region Brandenburg-Berlin. Mehr Informationen unter proagro.de

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